Alagna Pedemonte 1246m -> Val Vogna Peccia 1529 m
(Bätzing 7 & 8)

29.08. 2017. – 9. Tag

Ein Tag wie ein Geburtstag!
Viele schöne Nachrichten und wunderbare Erlebnisse!
Morgens Start in Alagna und gleich den Rucksack um 653 g erleichtert – alle Seiten aus den Wanderführern, alle Karten, die ich nicht mehr brauche und noch einige Sachen werden in einen Umschlag verpackt und nach Hause geschickt.
1 Stunde später war doch tatsächlich meine neue BahnCard für die Rückfahrt (irgendwann) angekommen.

Dann also ab ins nächste Seitental: Val Vogna:
Hier scheint die Zeit tatsächlich langsamer zu laufen: Einzeigeruhr in San Antonio.
Beeindruckend auf dem Sentiero dell‘ Arte die Leistungen der Walser, die die Gegend in dieser Höhelage vor gut 400 Jahren überhaupt urbar gemacht haben. Dazu die geniale Konstruktion dieser alten Häuser – form follows function würde man heute sagen. Und das mit solch einem phänomenalen Ergebnis:

Die Querbalken vor der Südseite der Häuser dienten dazu, das Heu zu trocknen, da der Boden damals dafür zu feucht war. Heute, im Rahmen der Klimaveränderung, kann das Heu tatsächlich auf den Wiesen getrocknet werden, da diese deutlich trockener sind als früher.
Und so können dann die Ortsdurchgänge in den einzelnen Weilern aussehen:

Im letzten Haus in diesem Tal darf ich dann unterkommen. Es war mir eine sehr große Ehre, in so viel Geschichtsträchtigkeit wohnen zu dürfen und, statt wie früher das Heu, jetzt meine nassen Klamotten trocknen zu können.

Da ich der einzige Übernachtungsgast war, durfte ich das Abendessen gemeinsam mit den Wirtsleuten Paola und Spera einnehmen:

Gute Idee übrigens von Spera, ein getrocknetes Peperoncini in das Pilzrisotto hinein zu schneiden!

Kategorien: Aaah - Italia!

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