Siebter Wandertag

Sonntag, 30. September 2018

Ausruhtag in Blumberg

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Wanderung auf dem Sauschwänzleweg

gemütliche 10,3 km.  3:33 h.

1233 kcal

337m auf.    530 m ab.

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Auch im Tal (?  —- heutzutage eher Anhöhe)  der Ur-Donau holte uns die persönliche Vergangenheit ein in Form eines wunderbar gestalteten Eingangsportals; 160 Jahre alt.

Number Nine!

Doch auch Geschichte und Gegenwart trafen zusammen.

Nach so viel Historie ab aus der Stadt ins Land.  Aber hier versteckt sich ebenfalls Gewesenes.

Wer entdeckte das Rauchzeichen der Dampfbahn?

Diese Bahn beschreibt sich wie folgt: „Die Gleise schlängeln sich durch die Landschaft, Tunnels führen durch Berge, mit stattlichen Brücken werden Täler überwunden und mitten auf der Strecke eine historische Lok…   Die Sauschwänzlebahn ist der Mittelteil einer noch heute bestehenden eingleisigen Verbindung zwischen badischer Schwarzwaldbahn und Hochrheinbahn.“ Heutzutage allerdings betrieben als lebendige Museumsbahn, in gekringeltem Verlauf erstreckt sie sich durch die Landschaft. Um 1890 als stategische Bahn erbaut ist sie heute ein sehens- und erlebenswertes Denkmal der Ingeneurbaukunst des 18. Jahrhunderts.

Die Streckenführung ist frappierend: auf 25 km Strecke werden nur 9,6 km Luftlinie überwunden.  Hierbei kommen Kehrschleifen, Kehrtunnel und Kreiskehrtunnel zum Einsatz.

Ich habe es bei dieser Wanderung immer sehr geschätzt, die auf einer analogen, papierenen Landkarte abgebildete Realität in der mit den Augen wahrnehmbaren Wirklichkeit wiederzufinden. Im Land der Sauschwänzlebahn bin ich hierbei an meine Grenzen gestoßen.  Ausgerüstet mit drei unterschiedlichen Kartensystemen versuchte ich mir von der Anhöhe herab einen Überblick über den Streckenverlauf zu verschaffen.  Und als ich glaubte, Viadukte und Talübergänge  lokalisieren zu können, kam unter mir, stehend auf dem Tunnel am Achdorfer Weg, schnaubend und pfeifend ein Dampfzug hervor.  Selten bin ich so perplex und fast orientierungslos gewesen!  Mein stolzes Gefühl für den Ortssinn hatte einen erheblichen Kratzer bekommen!

Der Wanderweg führte – nicht ungefährlich – an den Steilabstürzen der Wutachflühe abwärts.

Nach Überschreitungen der Bahnstrecke ging es auch drunter durch.

Ab Wanderziel Rückfahrt.

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Das Interieur der angehängten Waggons war deutlich moderner; es erinnerte an die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Der Blick aus dem Fenster bot ebenfalls Bahnambiente von vor 50 Jahren.

So dampften wir wieder auf 702 m. ü. M. hinauf; überquerten dabei im letzten Tunnel die europäische Wasserscheide Nordsee/Schwarzes Meer.


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