Ein Stern weist uns den Weg.

Ein Wort weist uns den Weg.

Das Ziel unseres Weges.

Die Stunksitzung ist eine alternative kabarettistische Sitzung im Kölner Karneval. Die Bezeichnung spielt auf die „Prunksitzungen“ des organisierten Sitzungskarnevals an, von denen sich die Stunksitzung bewusst abgrenzt. Der Ausdruck Stunk ist eine Abwandlung von Gestank und steht für Provokation und angezettelten Streit.

Als die erste Stunksitzung am 26. Februar 1984 in der Alten Mensa der Universität Köln stattfand, war ich schon 6 Jahre fern von Köln. Seit dem 15. 02. 1996 bietet uns diese Veranstaltung am Weiberkarnevalsabend am Bildschirm ein wenig karnevalistische und alternative (!) und kabarettistische (!) Heimat. Seitdem haben wir das Programm ziemlich regelmäßig verfolgt. In diesem Jahr also nun eine Einladung dazu.

Also – – – ins E-Werk in Köln-Mülheim! Es ist ganz schön umtriebig dort und für den Schneemann gibt es zur Begrüßung einen Schneesturm! „Der klassische „Schneesturm“ ist eines der beliebtesten Zauberkunststücke als Abschlusseffekt vieler Künstler, da dieser unter allen Bedingungen vorführbar und sehr visuell ist. Der Pilot zeigt seine leeren Hände, ein Blatt Seidenpapier und reisst dieses in Streifen. Die Papierstreifen werden sodann zusammengeknüllt und in einem mit Wasser gefülltem Trinkglas aufgeweicht. Der matschige Papierball wird dem Glas wieder entnommen und das Wasser mit den Fingern herausgepresst. Vor einen großen Fächer gehalten, verwandelt sich der „Klumpen“ plötzlich in einen Schneesturm aus 1000den kleinen Papierflocken, welche sich weit im Raum bzw. auf der Bühne verteilen.“

Und das Geschehen nimmt seinen Lauf: Köbes Underground spielt mitreißend; Biggi Wanninger moderiert wie zu besten Zeiten; politische, kirchliche und lokale Themen werden überzeugend kabarettistisch dargestellt. „Jede Träne, die du vor Lachen vergossen hast, kannst du schon nicht mehr zum Weinen verwenden!“

Der Abend stellt sich auch wie ein biografischer Moment dar: Das, was Jahrzehnte lang begeistert nur am Bildschirm mitverfolgt werden konnte, war auf einmal miterlebte Realität! Die ganze karnevalistische und kölsche Dimension kann man als Außenstehender wahrscheinlich nur nachverfolgen, wenn man mindestens einige Jahre in Köln gelebt und die hiesige Lebensart kennen und schätzen gelernt hat.


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