Neunter Wandertag, 02. Oktober 2018

Engen -> Singen, 20,2 km 5:53 h
583m auf. 677m ab.
2102 kcal
……………………

Viel Landschaft – viele Vulkankegel.

Dazu ein Zusammenspiel von Sonne, Wolken und Wind.

Bereits vom ersten Gipfel ist in der Ferne zum ersten Mal der Bodensee glitzernd zu sehen, dahinter Alpengipfel zu erahnen.
Es geht durch Dörfer, die früher teilweise besser ausgesehen haben mögen.

Die Ursache ist sicher nicht der napoleonische Beschuss vor über 200 Jahren:
Dabei war doch 3 Jahre zuvor Goethe durch einen friedlichen Landstrich gereist: „Da liegt der Fels, man muß ihn liegen lassen, zuschanden haben wir uns schon gedacht.“ Dieser Vers aus Johann Wolfgang von Goethes Faust II steht zum Gedenken an den großen Dichter auf einem Findling zwischen Engen und Weiterdingen im Hegau.
Goethe sah und beschrieb hier auf seiner 3. Reise in die Schweiz am 16.09.1797 die alpinen Geschiebe der Würm-End-Moräne des Rheingletschers. Mittagsrast hatte Goehte in Engen gemacht. Er schrieb über diese Stadt : „Von Morgen her gesehen gibt Engen ein artig topographisches Bild, wie es unter dem bedeutenden Berg auf einem Hügel, sich ins Tal verliert.“

„Goethestein: Findling mit Gedenktafel, der anlässlich der 900-Jahr-Feier Engens errichtet wurde. Der Stein stammt aus dem Gebiet um Chur und wurde vor rund 15000 Jahren von eiszeitlichen Rheingletscher in den Hegau transportiert.“

Mittagsrast? Wo? Viele ehemals schöne Stätten der Gastlichkeit liegen heute verlassen:

Nach Rucksackpicknick auf einer sonnigen Bank vor der Kirche von Duchtlingen führt die Wanderung weiter, an Schlehen vorbei.

Am Nachmittag Ankunft am Fuß des Hohentwiel, in der Maggi-Stadt Singen.

Wie schrieb Alexander B. zum Foto unten: „Wenn der Mond über Singen aufgeht, steht da MAGGI; über Leverkusen BAYER und sonst irgendwelche Romantik …“

Kategorien: Querweg 2018

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.