Sonntag, 3. September 2017 – 14. Tag

Strahlender Sonnenschein, und via Turin geht es zum Wiedereinstieg in die GTA. Diesmal weiter südlich, am Rande des Naturparks Gran Paradiso. Bus- und Bahnfahren ist in Italien günstig, aber auch etwas abenteuerlich, wenn man Fahrpläne lesen und verstehen will. Welches Angebot gibt es sonntags, welches nur in der Ferienzeit? Aber bislang hat alles geklappt, trotz der vielen verschiedenen Anbietern.
Da stehe ich etwa in Turin am Fahrkartenschalter eine halbe Stunde an (natürlich vorher Nummernzettel gezogen), um dann zu erfahren, dass es das Ticket für meinen Anschlusszug hier nicht gibt, sondern weiter oben irgendwo in einer Bar. Nicht der offizielle Trenitalia, sondern ein Mitbewerber. Dort ging es dann zum Glück auch schneller, so war noch Zeit für einen Espresso.
Ein fantastisches Panorama, wenn man sich von Turin aus wieder den Alpen nähert!
Beim letzten Umsteigen von Bus zu Bus ist noch Zeit für eine Portion Agnolotti:

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Im Prinzip war das mit den Fahrplänen schon richtig beschrieben. Nur: ich hatte einen einzigen Buchstaben übersehen. Das kleine i. Das hatten aber auch die Leute nicht beachtet, die ich dazu befragt hatte. Erst der letzte Busfahrer, den ich nach den 2 Stunden Wartezeit ansprach und der mir erklärte, dass es heute keinen Bus mehr zu meinem Zielort Noasca gäbe, wies mich darauf hin, dass auf dem Fahrplan, den ich in der Tasche hatte, hinter den drei Buchstaben FEST ( also für Sonn- und Feiertage) ein I stehen würde, bei ganz genauen Hinsehen also FESTI. Und dieses I bedeutet Invernale, also nur im Winter.
Doch Abenteuer:

Auto Nummer 19 hielt an, zwei freundliche Italienerinnen, eine etwa in meinem Alter, die andere etwa 25 Jahre jünger. Nach 7 km erklärten sie mir, dass sie hier eigentlich im Orco-Fluss baden wollten, aber sie würden mich jetzt noch die 15 km nach Noasca hochbringen. Super! 👍 Am Zielort gab es dann noch einen gemeinsamen Caffee und Mille Grazie a Silvia e Aurora! Doch noch angekommen!


Noasca by night.


4 Kommentare

Sabine · 3. September 2017 um 21:19

Es ist ausserordentlich. Ich Hoffe so sehr, dass deine abenteuer als buch veroeffentlicht werden. Die bilder und deine beschreibungen sind von einem Wunderschoenen klaren stil gepraegt. Einzigartig!
Liebe gruesse von Sabine

Uwe Möller-Lömke · 3. September 2017 um 22:22

Das digitale Teilhaben können ist doch auch ganz schön.

Jutta Hedder · 4. September 2017 um 15:04

Hallo Uwe, wir Hedders grüßen dich auf deiner Wander-Abenteuer-Tour! Du machst das richtig, gehen solange es geht, … Unser kleines grenzübergreifendes Menschlein ist übrigens noch drin, inzwischen aber in der Pool Position! Machs gut, wir wünschen dir viel Kraft und keine Blasen!!

Uwe Möller-Lömke · 4. September 2017 um 17:09

Ich erlebe das Gehen ganz stark als ein Hinübergehen von einem Status in einen anderen. Mehr dazu im Blog.
Und den Nachwuchs in spe begleite ich mit guten Gedanken! Ich habe ja auch viel Zeit zum Denken zwischendurch. Gebt doch bitte Bescheid, wenn es soweit war.

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